Gesunde360 Grad by Nina Kock

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Selfcare to go - mit MELANIE (Part of Gesunde360Grad + virtuelle Assistenz)

Nina und ich kennen uns nun mittlerweile schon etliche Jahre. Angefangen hat alles auf einem Workshop von Gleem, bei dem wir gesunde Pralinen selbst hergestellt haben. Nina kam zu Tür rein und war mir sofort sympathisch. Nachdem wir den ganzen Abend zusammen an den gesunden Köstlichkeiten gearbeitet haben, hat sie mich gleich noch mit dem Auto nach Hause gefahren. Witzigerweise waren wir zu dem Zeitpunkt für Hamburger Verhältnisse quasi Nachbarn. 


Da wir uns super verstanden haben und wir zu dem Zeitpunkt beide fleißig gebloggt haben, haben wir beschlosse, dies ab und an zusammen zu tun, Coworken quasi. Dadurch sind wir ziemlich gute Freundinnen geworden und ich freue mich riesig, dass Nina nicht nur eine enge Freundin von mir ist, sondern wir mittlerweile zusammen an unserem Projekt gesunde360Grad arbeiten.

Als Nina mit der Idee für unser Selfcare-to-go-Reihe um die Ecke kam, war ich sofort begeistert von diesem Thema und freue mich, dass es schon so spannende Einblicke von PIA und BENTE gibt. Heute möchte ich dir meine kleinen, persönlichen Selfcare-Highlight teilen. Also los geht’s!

Zu Fuss gehen

Klingt nicht sonderlich spektakulär, ist aber für mich ein absoluter Game Changer! Ich liebe es zu wandern. Ein paar Stunden durchs Grüne zu stapfen, ist für mich wie ein kleiner Kurzurlaub. Und ich liebe es zu joggen. Nichts entspannt mich mehr als eine schöne Runde zu laufen. 

Aber das meine ich mit “zu Fuß gehen” gar nicht! Ich meine die kleinen Strecken, die ich eigentlich immer zu Fuß zurücklege. Zur U-Bahn-Station, zu Freunden, zum Supermarkt etc. Über den Tag kann da ganz schön was zusammen kommen. 

Diesen Strecken habe ich eigentlich nie eine Bedeutung zukommen lassen. Bis ich angefangen habe ortsunabhängig zu leben und sich mein Umfeld und mein Alltag dadurch verändert hat. 

Sei es bei meinen Eltern auf dem Land. Dort muss man überall mit dem Auto hinfahren, weil einfach nichts in der Nähe ist. Oder in Asien, wo ich die letzten Winter verbracht habe. Dort ist es sehr unpopular Alltagswege zu Fuß zurückzulegen. Es wird für alles der Roller benutzt und sei es nur für 50 Meter. Zu Fuß gehen macht dort auch meisten keine Spaß, weil es oft keine Gehwege gibt und man dadurch immer dem vollen Traffic ausgeliefert ist. 

Und irgendwann musste ich feststelle, dass mein Kopf unglaublich voll ist, die Gedanken rasen und ich mich dadurch rastlos und gestresst fühlte. 

Es hat auch eine ganze Weile gedauert, bis ich die Verbindung herstellen konnte. Aber mein Kopf sortiert sich augenscheinlich, wenn ich zu Fuß gehe. Gerade auf diesen kleinen, alltäglichen Strecken. Fehlen diese, wird mein Kopf immer voller und voller. Dabei handelt es sich meistens nicht um irgendwelche tiefgründigen Gedanken, sondern um den ganzen Alltagskram, der mir im Kopf rumschwirrt. 

Die Lösung war einfach! Seit mir das klar ist, versuche ich täglich kleine oder größere Strecken in meinen Tagesablauf einzubauen, auch wenn diese eigentlich “unnötig” oder unpraktisch sind. Mir hilft es enorm, um in meinem Kopf aufzuräumen und den Überblick zu behalten. 

Klar, wenn ich gerade im Wandermodus bin und ich mich ständig die Berge hoch und runter schleppe oder ich eine gute Jogging-Routine habe, vermisse ich die kleinen Wege nicht. Aber oft ist das eben nicht der Fall! Dann achte ich darauf, dass ich bewusst kleine Strecken in den Alltag integriere, um mir meinen Kopf freizuhalten. 

Bewusst Pausen einbauen

Da ich selbstständig bin, gibt es meistens eigentlich nur 2 Zustände. Entweder es ist ziemlich entspannt oder ich habe das Gefühl in Arbeit unterzugehen. Die entspannten Zeiten weiß ich gut für mich zu nutzen und wenn es mal eine Weile stressig ist, kann ich das auch gut wuppen. 

Dauert dieser Zustand allerdings länger, tat ich mir immer schwer mit einer ausreichenden Balance zwischen “alles erledigen & sich selbst dabei nicht vergessen”. Ich neige leider dazu mich selbst hinten anzustellen. Das rächt sich dann nach einer Weile und ich fühle mich überfordert. 

Das liegt vielleicht auch daran, weil man dann etwas - zumindest zunächst rational gesehen - total Unlogisches machen sollte. Wenn der Terminkalender platzt, sich einfach mal eine Stunde für sich nehmen und abschalten, ist gar nicht so einfach. 

Ich möchte auch nicht behaupten, dass das bei mir immer hervorragend klappt. Aber ich habe ein Bewusstsein dafür entwickelt und dadurch fällt es mir leichter mir diese Pausen einzuräumen. 

Manchmal ist es nur ein entspannter Lunch, mal ein kleiner Spaziergang oder eine schöne Joggingrunde. Dabei versuche ich immer darauf zu achten, nach was mir gerade ist und was mein Körper braucht. 

Grenzen setzen und kommunizieren

Ein Bereich, bei dem es für mich auf jeden Fall noch jede Menge Optimierungsbedarf gibt, aber definitiv zu meiner Selfcare dazu gehört, ist das Thema “Grenzen setzen” und vor allem auch diese zu kommunizieren. 

In manchen Bereichen klappt das schon ganz gut. Im privaten Bereich fällt es mir oft noch nicht ganz so easy. Es passiert mir zum Beispiel immer wieder, dass ich mich mit Leuten treffe oder in Gesellschaft bin, obwohl ich viel lieber alleine wäre. 

Als ich noch eine eigene Wohnung hatte, fiel mir das leicht mich zurückzuziehen. Seit ich dauerhaft unterwegs bin, fällt mir das deutlich schwerer. 

Manchmal übernehme ich mich einfach, plane zu viel und möchte dann auch nicht wieder absagen, weil ich niemanden enttäuschen möchte und ich mich auch auf die einzelnen Personen freue, aber mir es halt in der Summe dann zu viel. 

Und manchmal tue ich auch Dinge, einfach weil ich glaube, dass man diese Erwartungshaltung an mich hat. Was besonders blöd ist!

So ganz habe ich da den perfekten Weg für mich noch nicht gefunden. Aber mittlerweile fällt es mir meistens auf. Dann versuche ich besser auf mich zu hören, was ich wirklich möchte und habe dann die Möglichkeit, mich bewusst für etwas zu entscheiden und umzusetzen.  

Wie gehst Du mit dem Thema Grenzen um? Hast Du da schon den optimalen Weg für Dich gefunden und vielleicht den ein oder anderen Tipp für mich?


Das waren meine 3 Selfcare-Tipps von mir für Dich. Noch nicht alle perfekt ausgereift. Aber darum geht es auch gar nicht. Der Weg ist ja bekanntlich das Ziel!

Wenn Du wissen möchtest wo ich gerade stecke oder Du an Reisefotografie interessiert bist, schau doch gerne mal auf meinem Instagram-Kanal vorbei.