Selbstmanagement bei Lymphödem & Lipödem - PART 2*

 

*enthält Werbung, Namensnennung

Das Online Event zum Thema Selbstmanagement

Meine Kollegin Franzi und ich haben neulich mit den Kolleginnen Eva und Ines aus dem Innendienst ein LymphCare Online Event zum Thema Selbstmanagement organisiert und umgesetzt (zur Aufzeichnung geht es >>>hier<<<). Zusätzlich gab es noch eine Live-Runde. Hier konnten Teilnehmer/innen Fragen zum Thema Selbstmanagement stellen.

Für uns war das unser erstes Live-Event überhaupt und wir waren aufgeregt und haben uns zeitgleich auf alle Fragen gefreut. Gestreamt wurde über Facebook, Instagram und Youtube. Die Aufnahmen fanden im Studio in Hamburg statt.

Da diverse Fragen – auch noch im Nachhinein kamen, habe ich mir überlegt, eine Blogpost-Reihe mit vier Teilen zu schreiben.

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Part 1- Wer sind wir? Wie kamen wir auf das Thema Selbstmanagement? Was bedeutet Selbstmanagement? Was bedeutet Selbstwirksamkeit? Wie kann eine optimale Therapie für dich aussehen? Welche Produkte bietet Jobst zum Thema Selbstmanagement an?

Part 2 – Was ist das Lymphgefäßsystem? Welche Aufgaben haben Arterien, Venen und Lymphbahnen? Wie kannst du eine Lymphdrainage selber ausüben? Was solltest du vor der Selbstdrainage beachten? Welche Griffe gibt es in der Manuellen Lymphdrainage? Wie sollte eine Manuelle Lymphdrainage immer beginnen (Praxis)?

 Part 3 – Wie kann eine Selbstdrainage an den Armen aussehen (Praxis)?

 Part 4 – Wie kann eine Selbstdrainage an den Beinen aussehen (Praxis)?

 Dies ist der PART 2 zum Thema Selbstmanagement. Viel Spaß beim Lesen!

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Was ist das Lymphgefäßsystem und wie ist der Blutkreislauf aufgebaut?

Der Blutkreislauf besteht genau genommen aus zwei Kreisläufen, einem kleinen oder auch Lungenkreislauf genannt und einem großen, auch Körperkreislauf genannt. In den Kreisläufen laufen Leitungsbahnen, die Arterien und Venen.

  • Arterien: Versorgen uns mit Nährstoffen und Sauerstoff (O2)

  • Venen: Entsorgen Stoffwechselendprodukte und Kohlenstoffdioxid (CO2)

  • Lymphbahnen: Die Leitungsbahnen des Lymphgefäßsystems sind die Lymphbahnen. Sie entsorgen die lymphpflichtigen Last und sind für die Immunabwehr zuständig.

Quelle:JOBST

Quelle:JOBST

Lymphflüssigkeit besteht aus: 1. Eiweißen, 2. Wasser, 3. Bakterien, 4. Zelltrümmern etc., alles was auch vom Durchmesser nicht durch die Venen passt, wird von den Lymphbahnen abtransportiert.

Umgangssprachlich könnten wir sagen, die Venen sind für die Müllabfuhr zuständig und die Lymphbahnen für den Sondermüll. Interessanterweise wurde den Lymphbahnen immer mehr Wichtigkeit zugeschrieben. Bisher hatte man angenommen, dass die Venen den Hauptpart des Abtransportes übernehmen. Mittlerweile weiß man, dass Lymphbahnen für 60-100 % des Abtransportes zuständig sind.

Wir haben ca. 300 -700 Lymphknoten in unserem Körper, das ist immer individuell – je nach Person. Die Lymphknoten liegen in den Bereichen: Hals, Achseln, Leisten, Magen-Darm-Bereich, also sehr zentral am Körperstamm gelegen. Die Lymphbahnen verlaufen durch den gesamten Körper, außer in unserem Gehirn, das wäre schnell lebensbedrohlich.

Lymphknoten, abstrakte Darstellung

Lymphknoten, abstrakte Darstellung

Die Lymphbahnen liegen teilweise schon in der Haut und im Unterhautgewebe – so wie man es hier dargestellt sieht. 

Die Lymphbildung findet in den kleinsten Einheiten des Lymphgefäßsystems, den initialen Lymphgefäßen statt. Sie kann man sich wie kleine Wurzeln in der Peripherie vorstellen. Über die Lymphkollektoren (größere Röhrchen) wird die Lymphflüssigkeit weiter transportiert. Für den Lymphtransport sind die Lymphangione (Lymphherzchen zuständig). Sie arbeiten normalerweise recht langsam (sind also ein wenig faul). Sie können wir aber durch die Lymphdrainage unterstützen.

Der größte Kollektor (Milchbrustgang/Ductus Thoracics) mündet im rechten und linken Venenwinkel. Hier ist der der Gulli/Übergang in den Blutkreislauf. Über Ausscheidungsorgane, z.B. die Blase, wird dann das erhöhte Aufkommen abtransportiert. Dies ist häufig zu merken, wenn man nach der Lymphdrainage dringend zur Toilette muss.

Lymphangione (“Lymphherzchen”) transportieren die Lymphflüssigkeit

Lymphangione (“Lymphherzchen”) transportieren die Lymphflüssigkeit

DAS LYMPHÖDEM

Was sind Zeichen für ein Lymphödem?

- nicht schmerzhaft

- keine Hämatome

- asymmetrisch: Wenn beide Seiten betroffen sind, ist immer eine Seite ausgeprägter als die andere.

- peripher (körperfern) betont

- eiweißreiche Ödeme

Lokalisation eines Lymphödems / exemplarische Darstellung

Lokalisation eines Lymphödems / exemplarische Darstellung

Lokalisation eines Lymphödems

Wie auf den Bildern dargestellt, gibt es unterschiedliche Lokalisationen für ein Lymphödem.

Abbildung 1 So kann ein Arm und/oder ein Bein betroffen sein. Auch besteht die Möglichkeit, dass Hände oder Füße betroffen sind.

Abbildung 2 Es können auch beide Beine betroffen sein. Wenn dies so ist, ist immer eine Extremität stärker betroffen als die andere. Füße können ebenfalls ödematös sein.

Abbildung 3 Ödeme können sich auch an beiden Armen lokalisieren . Sollten beide Arme betroffen sein, ist bei einem Lymphödem charakteristisch, dass ein Arm ein stärkeres Ödem hat als der andere.

Natürlich können auch andere Stellen im Körper betroffen sein. Genital-, Brust-, Flankenlymphödeme sind nicht selten. Grundsätzlich kann der gesamte Körper betroffen sein. Dies ist lediglich eine exemplarische Darstellung. Meist lokalisiert sich ein Ödem in der Region, wo bspw. Lymphknoten entnommen wurden. So ist es bspw. wahrscheinlich, dass es ein Lymphödem im rechten Arm oder im rechten Thorax-Bereich entsteht. Dies muss jedoch nicht zutreffen. Vielleicht kann der Körper die Entfernung wunderbar kompensieren und es entsteht keine Schwellung.

Wie kann es zu einem Lymphödem kommen?

Es gibt zwei Ursachen, weshalb ein Lymphödem entstehen kann

 1. Primäres Lymphödem

Das primäre Lymphödem hat anlagebedingte Ursachen, die im Aufbau des Lymphgefäßsystems selbst liegen. Es liegt eine angeborene Fehlbildung der Lymphgefäße oder Lymphknoten vor. Entweder kommt der Säugling mit einem Ödem zur Welt oder im Laufe des Lebens kommt es zu einem Ödem, wenn der Körper gerade nicht genug Kompensationsmöglichkeit hat.

2. Sekundäres Lymphödem

Wenn äußere Umstände dafür sorgen, dass ein Lymphödem entsteht, spricht man von einem sekundären Lymphödem. Verletzungen wie Quetschungen, Operationen und Bestrahlung, Entzündungen durch Bakterien, Viren oder Pilze können zu bleibenden Schäden des Lymphgefäßsystems führen.​

Eine weitere Ursache tritt vermehrt auf, das adipositasassoziierte Lymphödem. Das Ödem entsteht durch starkes Übergewicht. Beispielsweise wird durch eine Fettschürze am Bauch, Lymphknotengebiete in den Leisten abgedrückt. Der Lymphabfluss ist dadurch gestört.

DAS LIPÖDEM

Was sind Zeichen für ein Lipödem?

- schmerzhaft (von sehr schmerzhaft bis druckempfindlich)

- Hämatom-Neigung

- Symmetrisch verteilte Veränderung bzw. Vermehrung des Unterhautfettgewebes

- zentral betont (häufig im Bereich Ober- und Unterschenkel und Arme) Füße und Hände sind in der Regel nicht von einem Lipödem betroffen

Lokalisation eines Lipödems / exemplarische Darstellung

Lokalisation eines Lipödems / exemplarische Darstellung

Lokalisation eines Lipödems

Abbildung 1 Bei einem Lipödem können beide Beine betroffen sein. Die Füße sind hier nie betroffen. Ein sehr symmetrisches Bild zeichnet sich ab.

Abbildung 2 Es besteht auch die Möglichkeit, dass beide Arme betroffen sind. Auch hier zeichnet sich eine klare Symmetrie ab.

Abbildung 3 Es können auch alle vier Extremitäten betroffen sein. Das symmetrische Bild mit der Aussparung der Hände und Füße ist auch hier ersichtlich.

Grundsätzlich müssen nicht immer die gesamten Extremität betroffen sein. Es gibt hier unterschiedliche Typen, bei denen bsp. nur die Oberschenkel oder Waden betroffen sind. Die Symmetrie ist jedoch immer vorhanden.

Sollte kein Schmerz und keine Neigung zu Hämatomen vorliegen, liegt kein Lipödem vor. Häufig wird in dem Fall eine Lipohypertrophie vom Arzt diagnostiziert.

Wie entsteht ein Lipödem?

Das Lipödem beschränkt sich i.d.R auf Frauen. Hormonelle Veränderungen, die während der Pubertät, einer Schwangerschaft oder während der Wechseljahre auftreten, könnten potentielle Auslöser sein.

Die Wissenschaft konnte jedoch bis heute keine eindeutige Ursache des Krankheitsbildes formulieren.

Es gibt auch die Möglichkeit, dass eine Kombinationsform beider Krankheitsbilder gibt. So würde die Diagnose Lip-Lymphödem heißen.

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SELBSTLYMPHDRAINAGE

Was ist eine Lymphdrainage?

Eine Lymphdrainage ist klar von einer Massage zu differenzieren, bei der es um eine Mehrdurchblutung im Gewebe geht. Die Manuelle Lymphdrainage ist eine kreisförmige Dehn- und Verschiebetechnik, die überwiegend auf den Haut- und Unterhautbereich einwirkt. Lymphangione und Lymphknoten werden für den Abtransport angeregt.

Was ist allgemein zu beachten?

  1. Die Selbstdrainage ersetzt keine Manuelle Lymphdrainage vom Therapeuten.

  2. Wann sollte keine Lymphdrainage gemacht werden?

    Frage vor der Anwendung deine/n Arzt/Ärztin ob einer Lymphdrainage etwas entgegen steht /nach Kontraindikationen (bspw. Dekompensierte Herzinsuffizienzen, offene ausgeprägte nässende Hauterkrankungen, chronische oder akute Entzündungen, Schilddrüsenfunktionsstörungen). Es gibt zudem spezielle Kontraindikatione für bestimmte Griffe, wie bspw. die Bauchdiefendrainage (Schwangerschaft, Erkrankungen des Becken-Bauch-Raumes, etc.)

  3. Es gibt keinen einheitlichen Konsens, der in den Lymphschulen doziert wird. Dies sind nur Möglichkeiten, wie du eine Selbstdrainage anwenden kann. Setze dich hier auch mit deinem/er Lymphtherapeut/in Verbindung.

  4. Achte darauf zwei Stunden vor und nach der Behandlung keine Wärme- oder Kälteanwendungen anzuwenden.


PRAXIS – SELBSTLYMPHEN

Welche Griffe gibt es bei der Manuellen Lymphdrainage?

Es gibt vier Grundgriffe:

1) Stehender Kreis

Du legst alle Finger an und legst die Handfläche an das zu drainierende Körperteil. Verschiebe nun die Haut und das Unterhautgewebe mit deinen Handflächen in großen Kreisen. Nullphase: Abflussrichtung (meist Richtung Körperstamm) Druckphase: in die andere (meist Richtung Peripherie).

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2) Pumpgriff: Nullphase: Winkel deine Hand soweit es geht Richtung Handgelenk an und bewege es ein wenig in Richtung Elle. Das ist die Ausgangsposition. Setze die Fingerspitzen aller Finger an der zu drainierenden Körperstelle an, Druckphase: gleite über das Gewebe bis die Handfläche Kontakt hat.

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3) Schöpfgriff: Stelle dir vor, du möchtest mit einem Wasserglas Wasser schöpfen.

Nullphase: Winkel deine Hand soweit es geht Richtung Handgelenk an und bewege es ein wenig in Richtung Elle und setze die Fingerspitzen an der zu drainierenden Stelle an. Das ist die Ausgangsposition. Gleite mit der Hand zur anderen Seite der Extremität (Bsp.von Armrückseite zur Innenseite). Druckphase: Öffne langsam die Hand und gebe leichten Druck mit der Handinnenseite.

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4) Der Drehgriff ist eher selten bei der Selbstlymphdrainage anzuwenden - Erklärung Part 4 -Beinbehandlung)

Zudem gibt es noch weitere

5) Kombinationsgriffe (Bsp. Pumpf- und Schöpfgriff hintereinander) und 6) Sondergriffe (z.B. Poplitea-Dehngriff - Erklärung Part 4 -Beinbehandlung)

Es gibt diese diversen Griffe und es gibt eine festgelegte Abflussrichtung und damit eine vorgegebene Kreisrichtung mit einer Null- und einer Druckphase. Wenn du eine Selbstlymphdrainage machen möchtest, nutzt du in erster Linie die Stehenden Kreise. Pump- und Schöpfgriffe kannst du wunderbar an deinen Armen einsetzen, weniger an deinen Beinen, dafür dann evtl. den Drehgriff. Da der Lymphtherapeut eine andere Ausgangsposition hat, kann er alle Griffe einsetzen.

Kuchen backen & Manuelle Lymphdrainage

Ich vergleiche das Anwenden einer Selbstlymphdrainage mit einem Kuchenbäcker.

So magst du in einem Kuchen mehr Nüsse, dafür weniger Zimt und Rosinen als ich. Das bleibt dein Standardrezept, wir variieren jedoch bei wenigen Bestandteilen.

Genauso ist es bei der Selbstdrainage. Die Druck- und Abflussrichtung stehen fest. Nur welche Griffe du wählst, kannst du flexibel entscheiden.

Vorbereitungen

  1. Vorbereitung: Lüften, entspannte Umgebung, alle anderen elektronische Geräte aus

  2. Wenn du magst, mache dir Musik an

  3. Gemütliche Position (sitzen/liegen mit evtl. Lagerung der Extremitäten)

 Kleine Übungen zum Start der Selbstlymphdrainage

  1. In den Körper hinein spüren

  2. Über den Körper mit den Händen gleiten, Kontakt aufbauen

  3. Fokussierung - lege deine Hände auf die Stirn und lasse alle Gedanken vom heutigen Tag “mal beiseite”. Jetzt geht es um dich. Konzentriere dich nur auf dich und deinen Körper. Atme ein und lange aus.

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4. Kontaktatmung – lege deine Hände auf den Brustkorb. Bei der Einatmung hebt sich dein Brustkorb, bei der Ausatmung senkt er sich, wiederhole ca. 8 x

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5. Kontaktatmung – lege deine Hände auf den Bauch. Bei der Einatmung hebt sich dein Brustkorb, bei der Ausatmung senkt er sich, wiederhole ca. 8 xSchultern zu den Ohren ziehen und nachlassen, ca. 8x

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6. Kreise die Schultern nach hinten, ca. 8 x

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7. Kreise die Schultern im Wechsel nach hinten, jede Seite 8 x

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8. Rotiere deinen Oberkörper und lasse deine Arme locker hin- und herpendeln.

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Die Basisbehandlung der Selbstlymphdrainage

Die Basisbehandlung sollte immer (es gibt nur wenige Ausnahmen) am Anfang und am Ende der Selbstlymphdrainage stattfinden. Hier wird der Bereich Übergang vom Lymphgefäßsystem in das Blutgefäßsystem behandelt. Dies ist wichtig, damit die verschobene Lymphflüssigkei während der Lymphdrainage tatsächlich abtransportiert werdend kann.

Ähnlich wie beim Schnee schippen – erst muss der Weg frei gemacht werden, damit der Schnee auch abtransportiert werden kann.

All Griffe bei der Basisbehandlung sind Stehende Kreise.

  1. Schlüsselbeingrube - Lege die Finger 2-5 in die Schlüsselbeingrube und führe kreisende Bewegungen aus.

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2. Hals - Lege die Finger an und setze die Handkante der Kleinfingerseite an die Ohren und verschiebe das Gewebe durch Kreise mit der Handfläche. Nullphase: Richtung Schlüsselbeingrube, Druckphase: Richtung Ohr/Nacken (oben/hinten)

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3. Wiederhole den Schlüsselbeingriff (siehe Punkt 1)

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4. Hinterhaupt - Lege die Finger an, die Kleinfingerseite liegt jeweils am Hinterhaupt an. Verschiebe das Gewebe durch Kreise. Druckphase: oben/hinten, Nullphase: Richtung Schlüsselbeingrube

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5. Wiederhole den Griff an dem Schlüsselbein (siehe Punkt 1 oder 3)

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Auch Faszientraining kann eine Erleichterung bei einem Lymph- oder Lipödem bringen. Schau doch deshalb gerne mal in unserer Faszien-Kategorie vorbei. Dort findest du viel Wissenswertes über unser größtes Sinnesorgan oder werfe direkt einen Blick auf das 3D-Fazientraining.